
Viele Immobilieninvestoren verwechseln die AfA (Absetzung für Abnutzung) mit der Tilgung – so ging es auch mir zu Beginn meiner Reise. Doch während die Tilgung Geld kostet, eröffnet die Abschreibung ein enormes steuerliches Potenzial. In diesem Beitrag erfährst du, welche Arten von Abschreibung es gibt, wie sie funktioniert und warum sie ein entscheidender Hebel für profitable Immobilieninvestments bis 2030 sein kann.
Abschreibung bedeutet, dass du Kosten steuerlich gegen deine Einkünfte rechnen kannst, ohne diese tatsächlich auszugeben.
Ein Beispiel:
Während du bei normalen Ausgaben die 1.000 € wirklich zahlen musst, erzeugt Abschreibung sogenannte „Papierkosten“ – steuerliche Vorteile ohne Geldabfluss. Genau hier liegt die große Chance für Investoren.
Besonders interessant ist die Restnutzungsdauerverkürzung:
Viele ältere Häuser halten keine weiteren 50 Jahre ohne Sanierung. In solchen Fällen kannst du beim Finanzamt beantragen, die Abschreibung auf eine kürzere Zeit zu verkürzen. Das lohnt sich vor allem für Baujahre vor 1980.
Tipp: Baujahre zwischen 1980 und 2022 gelten steuerlich oft als „Todeszone“, da hier weder verkürzte Restnutzungsdauer noch besondere Abschreibungsmodelle greifen.
Mit der Zinswende hat die Bundesregierung versucht, Anreize für den Wohnungsbau zu schaffen. Neubauten lassen sich in Deutschland in der Regel über 33 Jahre abschreiben, was 3 % pro Jahr entspricht – und damit 50 % mehr als bei Bestandsimmobilien.
Zusätzlich gibt es seit 2023 eine Sonderregelung:
Gerade bei hohen Einkommen kann das einen erheblichen Steuervorteil bringen und Neubauten trotz hoher Baukosten attraktiv machen.
Denkmalgeschützte Immobilien bieten die Möglichkeit, die hohen Sanierungskosten steuerlich abzuschreiben – oft über zwölf Jahre. Das klingt verlockend, birgt aber auch Risiken:
Fazit: Denkmalimmobilien können spannend sein, bergen aber ein erhebliches Risiko, wenn die Lage nicht passt oder der Markt schwächelt.
Angesichts steigender Baukosten, Zinsen und einer herausfordernden Marktlage kann die richtige Nutzung von Abschreibungen den entscheidenden Unterschied machen.
Für Investoren mit hohem Einkommen sind Abschreibungen ein zentrales Instrument, um Cashflow-neutral zu investieren und Immobilien langfristig profitabel zu halten.
Abschreibung ist mehr als nur ein steuerlicher Begriff – sie ist ein mächtiges Werkzeug, das Immobilieninvestments rentabel machen kann. Wer die Regeln kennt und gezielt nutzt, kann nicht nur Steuern sparen, sondern auch sein Portfolio strategisch aufbauen.
👉 Hast du schon Erfahrungen mit Restnutzungsdauerverkürzung, Neubauabschreibung oder Denkmalimmobilien gemacht? Teile es gerne in den Kommentaren!
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