
Viele Immobilieninvestoren kennen klassische Finanzierungswege: Banktermine, Unterlagenwahn, Stempel hier, Nachweis dort – und am Ende wartet man Wochen auf eine Zusage, die trotzdem kippen kann. Bei mir läuft das anders. Ein Werkzeug hat mein komplettes Immobilien-Game verändert: der Lombardkredit.
In diesem Beitrag erkläre ich, woher der Lombardkredit kommt, was ihn so besonders macht und warum er mir enorme Vorteile beim Ankauf, bei der Entwicklung und sogar im Immobilienhandel verschafft.
Der Lombardkredit ist eine besicherte Kreditlinie, die auf einem Pfandgegenstand aufsetzt. Historisch stammt er aus der Lombardei, wo Kreditvergabe gegen Pfand entwickelt wurde – ein Konzept, das bis heute existiert. Das Prinzip ist simpel: Gute Sicherheiten bedeuten günstige Zinsen, schlechte Sicherheiten teure.
Für mich besonders spannend:
Die Sicherheit, die meinen Lombardkredit deckt, gehört mir nicht einmal, dennoch habe ich Zugriff auf eine große, flexibel abrufbare Liquidität – ohne jede Rücksprache und ohne Genehmigungsprozesse.
Während Kontokorrentlinien oft schon bei Nichtnutzung Zinsen durch Bereitstellungsgebühren erzeugen, greift mein Lombardkredit nur, wenn ich ihn wirklich abrufe. Auch der Zinssatz ist interessant: Er basiert auf dem Interbankenzins plus einer fairen Marge – in meinem Fall rund ein Prozent.
Ja, der Zins ist variabel. Aber dafür bekomme ich etwas, das im Immobilienmarkt unschlagbar wertvoll ist:
Ich muss keine Bank fragen. Keine Unterlagen einreichen. Keine Stempel sammeln.
Ich kann – wortwörtlich – morgen beim Notar sitzen und kaufen.
Gerade bei Deals, bei denen andere Investoren Wochen auf eine Finanzierungszusage warten, ist das mein größter Wettbewerbsvorteil.
Natürlich ist der Lombardkredit eine kurzfristige Finanzierungsform. Deshalb setze ich ihn nur bei Objekten ein, die:
Der Ablauf sieht so aus:
Auf diese Weise kann ich meine Strategie theoretisch endlos fortsetzen – ohne Kapital zu binden.
Im Handel zählt Geschwindigkeit. Händler wollen Objekte so kurz wie möglich halten, Banken dagegen hassen schnelle Umschlagsprozesse, weil sie dafür viel Arbeit, aber wenig Zinsen bekommen.
Mit dem Lombardkredit überbrücke ich diese Hürde elegant:
Das bedeutet: mehr Speed, mehr Marge, mehr Deals.
Für Verkäufer ist eins entscheidend: Sicherheit im Transaktionsprozess.
Ich kann ihnen genau das geben:
Wenn ein Verkäufer bereits schlechte Erfahrungen mit abgesprungenen Käufern gemacht hat, bin ich oft die attraktivste Option – selbst wenn ich etwas günstiger einkaufe.
Der Lombardkredit ist kein Wundermittel – aber ein mächtiges Werkzeug. Er erfordert Wissen, Disziplin und eine klare Strategie. Doch richtig eingesetzt ermöglicht er:
Für mich ist er daher ein zentraler Bestandteil meiner gesamten Immobilienstrategie – egal ob im Bestand oder im Handel.
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