
Immobilieninvestor werden – das klingt nach Kapital, Erfahrung und jahrelanger Vorbereitung. Doch Felix Wiedwald hat diesen Weg anders begonnen: auf dem Fußballplatz. Bundesliga bei Werder Bremen und Eintracht Frankfurt, Auslandserfahrung bei Leeds United – und dann, mit 32 Jahren, das Ende der aktiven Karriere. Was er danach aufgebaut hat, macht ihn heute zu einem der interessantesten Beispiele dafür, wie man als Sportler konsequent Immobilieninvestor werden kann: 37 Wohneinheiten, 8 Garagen, klare Strategie.
Als jemand, der Immobilieninvestoren täglich bei der Bewertung, Gutachtererstattung und steuerlichen Optimierung ihrer Objekte unterstützt, erkenne ich in Felix‘ Geschichte viele typische Muster – aber auch ungewöhnlich kluge Entscheidungen, die sich langfristig ausgezahlt haben.
Felix beschreibt es selbst ehrlich: Mit 19 Jahren unterschrieb er seinen ersten Profivertrag – als vierter Torwart im Bundesliga-Kader. Das Gehalt war gut, die finanzielle Bildung war es noch nicht.
„Mit dem Kenntnisstand, den ich heute habe, hätte ich rückblickend sicherlich vieles anders gemacht – anders strukturiert, anders investiert.“ — Felix Wiedwald
Das ist kein Einzelfall. Profisportler stehen vor einer finanziellen Realität, die die Entscheidung, erfolgreich Immobilieninvestor werden zu wollen, fundamental erschwert, da sie sich von der eines normalen Arbeitnehmers unterscheidet:
Und dann hört man auf. Der nächste Gehaltszettel kommt nicht mehr. Die Leute vergessen einen schneller, als man denkt.
Felix‘ Einstieg in die Immobilienwelt war kein großer Plan. Er mietete mit 19 eine Wohnung in Achim, und wenige Monate später meldete sich der Bankberater: Der Investor des Gebäudes war insolvent, die Wohnung musste verkauft werden. Interesse?
„Die Rate wird genauso viel sein wie meine Miete. Ich dachte: Da verändert sich ja gar nichts – und am Ende baue ich noch was für später auf. Wo muss ich unterschreiben?“
Erster Kauf. Keine große Analyse, kein Renditerechner – Felix wollte damals gar nicht bewusst Immobilieninvestor werden, er folgte einfach einer pragmatischen Gelegenheit.
Drei Jahre später, beim Vereinswechsel zum MSV Duisburg, wurde die Wohnung verkauft – steuerfrei nach drei Jahren Eigennutzung, zu einem Kurs deutlich über dem Einkaufspreis. Dreißig bis vierzig tausend Euro Gewinn. Damals nicht das große Erwachen, aber der erste Fingerzeig, wie lukrativ das Ziel, Immobilieninvestor werden zu wollen, langfristig sein kann.
Was man daraus lernen kann: Der Einstieg muss nicht perfekt sein. Wichtiger ist, dass man überhaupt anfängt – und aus dem ersten Objekt die richtigen Schlüsse zieht.
Den entscheidenden Schritt, um im großen Stil Immobilieninvestor werden zu können, machte Felix 2016: ein Mehrfamilienhaus in Bremen-Hastedt. Trotz der Warnungen aus seinem Umfeld vertraute er seinem Instinkt.
Er kaufte trotzdem. Intuition.
Dieses Haus hat er inzwischen von Grund auf saniert: Dach, Wärmedämmung, neue Fenster. Wenn er heute daran vorbeifährt, sieht er das Ergebnis seiner Entscheidung von vor fast zehn Jahren – und das Lächeln dahinter versteht, wer selbst schon ein Objekt entwickelt hat.
Heute hält Felix Wiedwald 37 Wohneinheiten und 8 Garagen – überwiegend in Bremen, wo er auch beruflich tätig ist (er arbeitet angestellt bei Werder Bremen). Die Strategie ist eindeutig: Buy and Hold, viel Eigenkapital, lange Zinsbindungen, hoher Cashflow.
„Mir war es wichtig, am Anfang viel Eigenkapital zu investieren, sodass ich, wenn ich aufgehört habe, wirklich auf nichts angewiesen bin.“
Das klingt konservativ – und ist es auch. Bewusst so. Während viele Investoren mit maximalem Hebel schnell wachsen wollen, hat Felix eine andere Priorität gesetzt: Sicherheit vor Renditeoptimierung. Das Ergebnis: hoher laufender Cashflow, stille Reserven in den Objekten – und der Lebensstandard aus der Fußballzeit bleibt erhalten.
Garagen als Asset erwähnt er fast beiläufig:
„Da muss man sich wirklich um wenig kümmern. Die ist einfach vermietet und das läuft.“
Wer nach einfachen, wartungsarmen Ergänzungen zum Wohnportfolio sucht – hier ist ein valider Hinweis.
An einem Punkt wird Felix besonders offen – denn wer professionell Immobilieninvestor werden will, stolpert oft über das gleiche Thema: Die Steueroptimierung wurde zu spät priorisiert.
Im Spitzensteuersatz als Bundesligaprofi, ohne die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen, die Immobilien bieten. Keine erhöhten Abschreibungen, kein gezieltes Nutzen von Sanierungskosten zur Steuerreduktion, keine frühzeitige GmbH-Struktur.
„Rückblickend hätte ich vieles anders strukturiert. Mehr saniert, vielleicht, um die Immobilien auf dem Papier steuerlich negativ zu rechnen. Das habe ich mit dem Weitblick, den ich damals nicht hatte, leider nicht so gemacht.“
Das ist ein Thema, das mich als Gutachter täglich beschäftigt. Denn wer ernsthaft Immobilieninvestor werden will, muss die steuerliche Nutzungsdauer einer Immobilie verstehen Wer frühzeitig ein fundiertes Gutachten einholt, das den Gebäudeanteil korrekt vom Grundstücksanteil trennt und eine verkürzte Restnutzungsdauer belegt, kann erheblich mehr abschreiben – und damit in der Gewinn- und Verlustrechnung deutlich besser dastehen.
Für Sportler mit hohem Einkommen ist das besonders relevant: Ein einziges gut strukturiertes Investment mit korrektem Abschreibungsgutachten kann die Steuerbelastung eines gesamten Karrierejahres spürbar reduzieren.
Besonders aufschlussreich ist Felix‘ Erfahrung beim Wechsel zu Leeds United. Als er kein deutsches Einkommen mehr hatte, war er privat nicht mehr finanzierbar – obwohl er als Fußballprofi im Ausland gut verdiente.
Die Lösung: eine Vermögensverwaltungs-GmbH (VV GmbH). Dies zeigt, dass zum Immobilieninvestor werden mehr gehört als nur der Kaufvertrag – nämlich die passende rechtliche Hülle.
Das zeigt eine wichtige Wahrheit, die viele, die Immobilieninvestor werden möchten, zu spät entdecken: Die Struktur, über die man investiert, ist mindestens so wichtig wie das Objekt selbst. Eine GmbH bietet nicht nur steuerliche Vorteile (Körperschaftsteuer statt Spitzensteuersatz), sondern auch eine andere Kreditwürdigkeitsprüfung und eine klare Trennung zwischen privatem und betrieblichem Vermögen.
Was Felix von vielen Investoren unterscheidet, ist sein Verständnis von Vermieten als Dienstleistung. Er kennt seine Mieter persönlich, steht in den Mietverträgen namentlich als Ansprechpartner, saniert aktiv weiter – nicht weil er muss, sondern weil es ihm wichtig ist.
„Ich will, dass mein Name einen vernünftigen Ruf hat. Und ich sehe, dass die Mieter das auch merken.“
Das zahlt sich aus – buchstäblich. Mieter, die ausgezogen sind, riefen zurück und fragten nach einer neuen Wohnung. In einem Markt, in dem Vermietern oft Misstrauen entgegengebracht wird, ist Reputation ein echter Wettbewerbsvorteil.
Gleichzeitig ist er ehrlich über die Schwierigkeiten: Mietausfälle hat er erlebt, Wasserschäden um Mitternacht sowieso, und die Hemmschwelle, Mieten anzuheben, kennt er ebenfalls. Sein Ansatz: Reden, Lösungen suchen, transparent sein – und dann auch klar kommunizieren, wenn eine Mieterhöhung nötig ist, um Investitionen zu finanzieren.
Früh starten schlägt perfekt starten – Wer darauf wartet, dass alle Bedingungen optimal sind, bevor er Immobilieninvestor werden kann, verpasst die besten Gelegenheiten. Der Zinseszins auf Immobilienerfahrung ist genauso real wie der auf Kapital.
Eigenkapital ist kein Fehler – wer auf Sicherheit setzt und lange Zinsbindungen wählt, schläft besser und hat in Krisenzeiten mehr Handlungsspielraum.
Die Steuer ist das unterschätzte Hebelmittel – gerade bei hohem Einkommen. Wer Abschreibungspotenziale früh ausschöpft, spart erheblich. Dafür braucht es ein fundiertes Gutachten zur Nutzungsdauer.
Die Struktur entscheidet mit – privat, GbR oder GmbH: Diese Frage sollte man nicht erst stellen, wenn die Bank schon Nein gesagt hat.
Immobilien sind nicht passiv – wer mit Leidenschaft Immobilieninvestor werden möchte, begreift das Objekt als aktives Projekt, das Pflege und Weitblick braucht.
Sie müssen kein Bundesligaprofi sein, um von Felix Wiedwalds Erfahrung zu lernen. Die Grundfragen stellen sich für jeden, der erfolgreich Immobilieninvestor werden möchte, gleichermaßen:
Diese Fragen beantworte ich täglich in meiner Arbeit als Gutachter. Wenn Sie Ihre Immobilien steuerlich besser aufstellen wollen – sprechen Sie mich gerne an.
Fragen oder Feedback?
📧 Schreib mich gerne an: jasper@steine-steuern.de
Mit einer kostenlosen Ersteinschätzung kannst du deine persönliche Ersparnis berechnen.
